Essen, Kochen, Rezepte

Aus Zensur Archiv

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Weinetiketten: Pornographie-Vorwurf, USA 1996

Die Aktzeichnungen mit einem zehnjährigen Mädchen des Künstlers Balthus waren den weintrinkenden Amerikanern zu pornographisch. Eine Sprecherin des Weingutes Baronesse Philippe de Rothschild (Frankreich) verkündete deshalb 1996 den Druck neuer Etiketten für den 93er Jahrgang des Chateau Mouton Rothschild, der in die USA exportiert wurde. (Sdt. 14.12.1996)

Unzensiertes und zensiertes Etikett

Williamsbirnenlikör "Heltmut´s Birne, Ahlen 1997

Der Ahlener Spirituosenhändler Uwe Dahlhoff brachte 1997 in Anspielung an den damaligen Bundeskanzler diesen Likör auf den Markt, Auf dem Etikett war der Kanzler karikiert dargestellt. Mit der Bitte um "Einstellung der Verwendung der Etiketten" antwortete Kohl auf die Zusendung einer persönlichen Likörprobe. Dahlhoff, der sich schon den Likör "Ballermann6" hatte patentierten lassen, allerdings wollte davon nicht Abstand nehmen und zog sogar eine gerichtliche Auseinandersetzung in Betracht. (WN 4.4.1997)

“Hitler“-Wein, Italien 2003

Protest steigert den Umsatz: Andrea Lunardelli, italienischer Weinhändler, der für seine bizarren Etiketten bekannt ist, freute sich 2003 über gestiegenen Umsatz. Nach Protesten aus Deutschland und Belgien gegen den „Hitler“-Wein zog die Nachfrage deutlich an. Schon sein „Mussolini“-Wein war ein Verkaufsschlager in Italien. Lunardelli sagte dazu: „Verklagt zu werden, war das Beste, was mir passieren konnte.“ Vorwürfe, er betreibe Werbung für die Nazis, wies er zurück, er habe auch Marken „Stalin“ oder „Idi Amin“ im Angebot: „Es ist schon seltsam, Stalin ermordete 15 Millionen Menschen“, so der Weinhändler, „und es gibt nicht das geringste Aufhebens um die Flasche. Aber bei Hitler und Mussolini muss ich vor Gericht.“ (Spiegel 52 2003)

Weinhändler mit "Hitler"-Wein

Bereits in den siebziger Jahren hatte der Neofaschist Valori in seinem römischen Lokal Wein mit dem M von Mussolini oder dem Parteizeichen der neofaschistischen Bewegung MSI (eine Flamme in den Nationalfarben)verkauft.

Valori mit Mussolini-Wein

"Starbuck"-Logo zu sexy,USA 2008

Das Logo für den Kaffee fand eine christliche Gruppe in San Diego zu aufreizend und rief deshalb zum Warenboykott auf. (mail online 30.5.2008)

Das umstrittene Logo

“Opus Dei“-Wein, Schweiz 2008

Der bislang „Opus Dei“ genannte Schweizer Rotwein musste umbenannt werden: ein Anwalt der päpstliche Personalprälatur Opus Die hatte die Winzer im Kanton Wallis auf die Änderung gedrängt. (Welt 12.1.2008)


Speisekarte: "Fürther Spezialrezept" für die CSU, 2008

Zur CSU Klausurtagung in Wildbad Kreuth wurde auf der Speisekarte des benachbarten Wirtshauses "Altes Bad" in Anspielung an die CSU-Rebellin Gabriele Pauli das "Fürther Spezialrezept" mit "zarten Lattexhandschuhen ausgerollt" angekündigt. Die CSU war nicht erfreut und verlangte eine Änderung. (MZ 9.1.2008)

"Fürther Spezialrezept"


Restaurant: „Hitler-Cross", Indien 2009

In Indien gibt es ein Restaurant mit dem Namen Adolf Hitler. Mit seinen Gerichten wolle er „so wie Hitler die Welt erobern“ erklärte der Besitzer die umstrittene Namensgebung, die er auch nicht ändern wolle. Insbesondere in Israel hatte sich Kritik geregt, zumal im Eingangsbereich des Restaurants auch noch ein Hitler-Poster aufgehängt war. An der Außenfassade von „Hitler Cross“ prangte ferner ein rot umrandetes Hakenkreuz. Anwohner sagten, der Inhaber habe vor der Neueröffnung mit dem Spruch geworben „Hitler kommt! (Netzzeitung 23.8.2009)

Kochbuch für Pasta "with salt and freshly ground black people", Australien 2010

In einem australischen Kochbuch wurde das Rezept für Pasta mit "Salt and freshly ground black people" angereichert. Der Herausgeber konterte die Forderung nach einem Neudruck mit dem Verweis, es sei doch keine Absicht gewesen und nur ein alberner Fehler. (daily mail online 18.4.2010)

Proteste wegen "Süt" ("Türk-Milch") Aufdruck auf Milch aus Österreich, 2010

Nachdem die niederösterreichische Molkerei (NÖM) in Baden bei Wien im August 2010 vor allem türkische Supermärkte mit Milch belieferte, die eine türkische Aufschrift trugen, setzte ein Proteststurm ein. Ähnlich wie bei der Minarett-Diskussion befürchteten viele Österreicher einen Vormarsch des Islam. (Kurier online 24.8.2010)